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Zeitmanagement für Schüler: Stress lass nach!

Manchmal müsste der Tag 48 Stunden haben, um alles auf die Reihe zu kriegen. Mit der richtigen Einstellung klappt’s auch in 24. Und zwar ganz ohne Stress!



13 Tipps für Schüler

1. Ziele festlegen

Gönne dir eine kleine Denkpause und formuliere klare Ziele. Was willst du in der Schule, aber auch privat erreichen? Was ist dir wichtig? Menschen ohne Ziele jagen oft blind von einer Aktivität zur nächsten, verzetteln sich leicht und sind dann unzufrieden, ohne so recht zu wissen warum. Aber: Die Ziele sollten präzise und realistisch sein. 

2. Planung schriftlich festhalten

Erstelle schriftlich Wochen- und Tagespläne. Der Vorteil: Erledigte Aufgaben können abgehakt werden (das motiviert!) und man sieht rechtzeitig, wo man hinterherhinkt. Verplane nie mehr als 60 Prozent der Zeit. Den Rest für unerwartete Ereignisse reservieren! 

3. Puffer einplanen

Nichts ist frustrierender, als Pläne andauernd über den Haufen zu werfen. Deshalb: Verplane nicht jede Minute, sondern reserviere rund 40 Prozent deiner Zeit für Unerwartetes. Es gibt immer wieder Lernphasen, die länger dauern als geplant. Oder einen guten Kumpel, den man lange nicht gesehen hat und der plötzlich vor der Haustür steht.

4. Prioritäten setzen

Bring deine Aufgaben schriftlich in eine Rangordnung: Was ist absolut dringend (A-Aufgaben)? Was ist wichtig, kann zur Not aber am nächsten Tag erledigt werden (B-Aufgaben) und was sind Routinegeschichten, die warten können (C-Aufgaben)? Bearbeite außerdem schwierige Aufgaben zuerst. So vertrödelst du keine Zeit mit Nebensächlichkeiten und hast im Notfall noch Handlungsspielraum.

5. Ordnung halten

Chaos am Schreibtisch oder im Zimmer ist der Zeitkiller schlechthin. Erstens verplempert man jedes Mal wertvolle Zeit, um den Arbeitsplatz freizuräumen und die nötigen Unterlagen oder die Sportklamotten zusammenzusuchen. Zweitens tauchen dabei unter Umständen verschollene Notizen auf, die man auch noch bearbeiten müsste. 

6. Lernen lernen

Kostet zwar erst mal Zeit, aber die hat man anschließend schnell wieder raus. Wie wär’s beispielsweise, wenn du Texte in gerade mal der Hälfte der üblichen Zeit lesen könntest? Ohne Verständnisverlust! Spezielle Lese-, Lern-und Kreativitätstechniken (zum Beispiel Mind-Mapping) machen’s möglich.

7. Aufgaben in Häppchen aufteilen

Du büffelst für eine Prüfung und verzweifelst am Stoff? Bevor du den Überblick verlierst und dich komplett verrennst, teile das Ganze in kleine Schritte auf: Buch "x" lesen, Übung "y" durcharbeiten, Kapitel "z" wiederholen. Das nennt man Salami-Taktik. 

8. Nein sagen

Was kannst du dafür, wenn dauernd irgendwelche Freunde anrufen und dir die Zeit stehlen? Eigentlich nichts. Andererseits wiederum sehr viel. Denn wer konzentriert arbeiten will, sollte lernen, ab und zu "nein" zu sagen. Schalte notfalls einfach mal das Handy ab.

9. Teamwork

Warum alles alleine erledigen? In Lerngruppen lassen sich Aufgaben prima verteilen. Musst du etwa für eine Klausur den Inhalt von drei verschiedenen Büchern draufhaben, erarbeitet jedes Mitglied eine Zusammenfassung. Schneller geht’s nicht! 

10. Pro und Contra abwägen

Wolltest du dich nicht im Sportverein anmelden? Wenig motivierend, geschweige denn effizient, sich immer wieder mit Dingen zu beschäftigen, die man schon x-mal auf der Agenda hatte. Sind Zweifel der Grund für deine Unentschlossenheit, mach dir eine eine Liste mit Pro- und Contra-Argumenten. Das schafft Transparenz und erleichtert die Entscheidung.

11. Abschalten

Du paukst rund um die Uhr und trotzdem ist kein Land in Sicht? Du weißt vor lauter Stress nicht, wo dir der Kopf steht? Stopp! Du bist schließlich keine Maschine. Sorge für regelmäßige Pausen (zum Beispiel 30 Minuten nach zwei Stunden Büffeln) und ausreichend Erholung (Kino, Schlaf, Musik, Spaziergänge ...). Denn nur, wer sich nicht zu viel zumutet, kann motiviert und effiizent lernen und somit letztlich Zeit sparen. Tipp: Auch Entspannungstechniken, wie autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung, helfen den Akku wieder aufzuladen. 

12. Mahlzeit!

Auch wenn Currywurst & Co. schnell verputzt sind – fettes Essen liegt nicht nur wie Blei im Magen, sondern liefert auch wenig Nährstoffe. Folge: Die Konzentration geht flöten, man wird müde und schlapp. Besser: fünf kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Müsli, Vollkornnudeln und -brot (zum Beispiel mit Käse) liefern Kohlenhydrate und machen lange satt, frisches Obst und Gemüse (etwa Karotten und Paprika mit Quark-Dip) versorgen die grauen Zellen mit Vitaminen und Mineralstoffen.Und schnell zubereitet ist das Ganze auch! Außerdem wichtig: ausreichend trinken, am besten Mineralwasser, ungesüßten Früchte- oder Kräutertee oder stark verdünnte Fruchtsaftschorlen.

13. Recht auf Faulheit

Versuche nicht alles, nur schneller, zu erledigen. Das geht erstens garantiert schief und zweitens: Was nutzt dir die gewonnene Zeit, wenn das eigentliche Leben an dir vorbeirauscht? Genieße es einfach, mal nichts zu tun und die Zeit verstreichen zu lassen. Auch die Langsamkeit hat ihren Reiz. Sie lässt uns unsere Umwelt und uns selbst intensiver wahrnehmen. Sie hilft uns, Erlebnisse zu verarbeiten und Entscheidungen reifen zu lassen. Und das ist dann wieder richtig produktiv ...