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Bewerbungs 1x1

Vor dem Start ins Berufsleben steht in vielen Fällen ein wahrer Bewerbungs-Marathon. Bevor Sie sich auf den Weg zum Traumjob machen, sollten Sie aber einen Moment innehalten und durchschnaufen. Dann geht Ihnen bei der Suche auch garantiert nicht die Luft aus.

 



Auswahltests

Gratulation! Sie haben die erste Hürde genommen und sind zum Auswahltest eingeladen worden. Das Unternehmen will Sie also auf Herz und Nieren prüfen. Keine Panik! Wenn Sie wissen, was Sie (ungefähr) erwartet, können Sie Nervosität und Stress leichter beherrschen.

"Was weiß, was kann der Bewerber?" und "Was für ein Mensch ist er?" Auswahltests sollen vor allem Antworten auf diese beiden Fragen geben. Dementsprechend lassen sich die Ausleseverfahren der meisten Unternehmen grob unterteilen in Wissens- und Intelligenztests und Persönlichkeitstests.

Wissens- und Intelligenztests

Allgemeine Wissens- und Intelligenztests enthalten meist:

  • Rechenaufgaben
  • Aufgaben zur Rechtschreibung
  • Aufgaben zu Technik und naturwissenschaftlichen Gesetzen
  • Aufgaben zu Politik, Wirtschaft und Geografie
  • Aufgaben zum logischen Denken und räumlichen Vorstellungsvermögen

Für alle Bereiche existieren Hunderte von Varianten, auf die sich die Bewerber jeweils einstellen müssen. Die für Lösung der Aufgaben knapp bemessene Zeit soll so über das reine Wissen hinaus auch die geistige Flexibilität und die Belastbarkeit testen.

Wie bereitet man sich optimal vor?

Nehmen Sie sich Zeit und arbeiten Sie möglichst viele Test-Ratgeber durch. Setzen Sie sich dabei auch unter Zeitdruck. Wenn Sie sich mit einem Freund oder einer Freundin zusammentun, kann das sogar ein amüsantes Spiel sein. Wer's ausprobieren will: Hier geht's zum Online-Test auf focus.de

Nach kurzer Zeit werden Sie merken, welche Aufgaben Ihnen eher leicht fallen und bei welchen Sie schnell ins Raten abgleiten. Versuchen Sie diese Defizite durch Üben und Lernen auszugleichen: Wälzen Sie zum Beispiel mal wieder Ihren Weltatlas, wenn Sie nicht auf Anhieb wissen, wie viele Nachbarländer Deutschland umgeben und wie diese heißen? Und falls Sie tagespolitisch nicht auf dem neuesten Stand sind, sollten Sie einige Wochen lang intensiv die Tageszeitung lesen.

Machen Sie sich frei von der Vorstellung, alle Aufgaben eines Auswahltests bearbeiten und richtig lösen zu können. Die Tests werden von ihren Machern extra so angelegt, dass niemand 100 Prozent erreichen kann. Erst auf diese Weise können die Leistungen der Bewerber miteinander verglichen werden. Oder wen würden Sie einstellen, wenn die Hälfte der Bewerber das optimale Testergebnis erreicht hat?

Buchtipp: Kurt Guth/Marcus Mery: Testtrainer Allgemeinwissen – Fit für den Eignungstest und Einstellungstest, 12,95 Euro. Ausbildungspark Verlag, 2017. 

Persönlichkeitstests

In vielen Unternehmen werden die Ergebnisse der Persönlichkeitstests mittlerweile höher bewertet als Resultate der Wissens- und Intelligenztests. Sogar bei Bewerbern um einen Ausbildungsplatz richtet sich der Blick der Betriebe nicht mehr nur auf die Zeugnisnoten und die im Test gezeigten Rechen- und Rechtschreibkünste. Die Unternehmen wollen Ihre Persönlichkeitsmerkmale, Ihren Charakter "herauskitzeln". In diesem Sinne sind Persönlichkeitstests ein Vorgriff auf das spätere Vorstellungsgespräch, in dem es dann darum geht, den einzelnen Bewerber näher kennen zu lernen.

Eine "passende" Antwort ist oft ein Kompromiss zwischen "Wie stellt sich das Unternehmen den idealen Bewerber für diese Position vor?" und "Wie schätze ich mich in diesem Punkt wirklich ein?". Dabei müssen Sie nicht immer die vermeintlich "goldene Mitte" wählen, sondern können ruhig einmal zur der einen oder anderen Seite tendieren. So zeigen Sie Profil.

Um es klar zu sagen: Es geht nicht darum, Ihren künftigen Arbeitgeber zu täuschen oder sich selbst zu verleugnen, sondern darum, Ihr Ziel zu erreichen. Allerdings gibt es für ein solch strategisches Verhalten in Persönlichkeitstests eine ganz wichtige Voraussetzung: Sie sollten wirklich überzeugt sein, die erforderliche Qualifikation für die gewünschte Stelle mitzubringen. Ansonsten tun Sie sich mit Ihrer gesamten Bewerbung keinen Gefallen.

Und bei allem Willen, den Job zu bekommen, hat es keinen Sinn, sich bei diesen Fragen völlig zu verbiegen. Ihnen sitzen Profis gegenüber, die meist schnell dahinterkommen, ob Sie sich so geben wie Sie sind oder ob Sie zu dick auftragen.

Persönlichkeitstests können ganz unterschiedliche Formen haben. Hier eine Auswahl:

Direkte Fragen

  • "Fällt es Ihnen leicht, sich bei gesellschaftlichen Anlässen unter die Leute zu mischen?"
  • "Haben Sie als Kind immer sofort und ohne Murren das getan, was man von Ihnen verlangt hat?"
  • "Wären Sie lieber Förster oder Lehrer?"

Ja oder Nein?

  • "Schreit mich jemand an, schreie ich zurück."
  • "Ich habe einen guten Appetit."
  • "Ich glaube, dass meine Sünden nicht vergeben werden können."

Satzergänzungen

  • "Wenn ich an Fehler denke, ..."
  • "Mein Arbeitgeber ist wie ..."
  • "Tief in meinem Inneren herrscht ..."